POESIE & LYRIK
AUS DEM TAGEBUCH EINES TRÄUMERS
In einer Welt voller Irrlichter ist das Herz unser einziger Fremdenführer.
Meine Mutter sagte mir einmal, dass es nicht immer leicht sei, an den eigenen Werten fest- zuhalten, aber dass genau diese Eigenschaft sie so kostbar macht. Sie lehrte mich stets, die Welt mit Liebe zu betrachten. Den einzigen Stern in einer wolkenreichen Nacht zu sehen. Menschen nicht zu verurteilen, sondern ihr Verhalten zu hinterfragen. Empathie, Mitgefühl – das Bewusstsein dafür, dass Liebe und Vergebung immer stärker sein werden als Hass und dessen Begleiterscheinungen. Wir können den Teufel nur besiegen, solange wir den Himmel in uns tragen – ihn bewahren, ihn hüten wie unseren kostbarsten Schatz. Denn in einer Welt voller Irrlichter ist das Herz unser einziger Fremdenführer.
LYRIKBÄNDE
AUS DEM TAGEBUCH EINES TRÄUMERS I
AUS DEM TAGEBUCH EINES TRÄUMERS II
AUS DEM TAGEBUCH EINES TRÄUMERS III
Wir alle tanzen
nach deinem Takt,
gehen danach schlafen,
sind danach wach.
Alles zu seiner Zeit,
fallen und erheben,
dem Regen folgt die Sonne
und der Sonne der Regen.
Es kommt die Zeit der Liebe
und die des Verlustes,
Augenblicke der Freude
und Momente des Frustes.
Jeder Herzschlag ist eine Note
deiner Sinfonie,
der Ton verklingt,
doch die Melodie endet nie.
Im Regen
Wenn der Regen fällt,
all die Zweifel von uns wäscht.
Wenn uns nichts mehr hält,
weil uns nichts mehr verletzt.
Springen wir durch die Pfützen,
und lassen uns treiben vom Wind,
weil wir einander genügen,
als die, die wir sind.
Tropfen um Tropfen
wird uns dabei klar,
dass nichts mehr so ist,
wie es vorher mal war.
Und eh wir uns versehen,
wird die Sonne sich erheben,
über fernen Bergen,
weitab vom Regen.
Wenn der Mond sich am Nachthimmel erhebt und die Lichter im Nebel versinken, zeigt sich eine Welt, die dem Alltagsgeschehen so fern scheint. Gedanken ziehen auf und verschleiern das Vermächtnis des Tages. Eine Ruhe breitet sich aus und lässt das impulsiv gesteuerte Geschehen der Wirklichkeit entrücken.
Im Licht der aufgehenden Sonne und der Ruhe der weichenden Nacht liegt der Frieden, den es braucht, um sich in einer stetig im Wandel befindlichen Welt zurechtzufinden.
Sind wir uns selbst jemals genug oder nur Fesseln, die es abzustreifen gilt?
Eiszeit
Fern von Hass,
frei von Gier,
solch eine Welt,
die wünsche ich mir.
Im Großen erträumt,
im Kleinen erschaffen,
fernab vom Zweifel
und all seinen Schatten.
Liebe schenkt Wärme,
Hoffnung spendet Licht,
ein glühender Funke,
der die Eiszeit durchbricht.
Halte ihn fest,
als wäre er dein,
das Glück deiner Welt,
liegt in dir allein.
Ich bin der einzige Stern,
in wolkenreicher Nacht,
die Sonne, nach dem Unwetter,
die über Regenbögen lacht.
Ich bin die erste Knospe,
im blattlosen Wald,
diese eine Blüte,
in einer Wüste aus Asphalt.
Ich bin der Wind,
der dir entgegenweht,
und wenn du ihm vertraust,
dein Segel hebt.
Diese Stimme in deinem Herzen
Erhaben über jeden Verdacht.
Die eine Sternschnuppe,
in finsterster Nacht.
Leuchtend für den Augenblick,
habe Mut und glaub‘ an dich.
Wo Schatten ist, da ist auch Licht.
Ich bin die
Hoffnung,
vergiss mich nicht.
Ein FREIES HERZ
lernt Wertschätzen,
vernachlässigt Festhalten,
verinnerlicht Loslassen,
begegnet der Welt mit Liebe,
und macht sie so,
wenn auch nur im Kleinen,
zu einem besseren Ort.
Man selbst zu sein,
ist wohl die größte Aufgabe, die das Leben einem stellt. Entgegen all der Widrigkeiten des Alltags, der Herausforderungen, all der Niederlagen und Verluste, die unser Lebensweg für uns bereithält.
Entgegen dem Glauben der Masse und der Vorstellung von »man darf nicht« und »man sollte nicht«. Ich finde, man sollte doch noch träumen dürfen. Wie die Natur lebt auch die Welt von der Vielfalt.
Glaubt an euch und eure Träume. Seid nicht artig, sondern einzigartig. Schreibt eure Bücher, malt eure Bilder, lebt eure Kunst und bewahrt euch den Starrsinn immer einmal mehr aufzustehen, als zu fallen.
Die Zeit eilt voraus,
hängt uns nach,
verfliegt in der Nacht,
verrinnt am Tag,
wird ungefragt – zur
wertvollsten Währung
unseres kurzen Lebens.
Es ist wie im Karussell,
von außen betrachtet,
vergeht sie schnell.
Doch innerlich ist
es der Augenblick,
der Gestern und Morgen
eine Bedeutung gibt.
Eine kostbare Blüte,
in der Wüste der Zeit.
Welkt in unseren Händen
zur Vergangenheit,
im Herzen verbleibt,
die Erinnerung.
Ich erinnere mich an sonnige Tage,
im Herbst meiner Jugend.
Das Morgen war nie die Frage,
die Freiheit unsere höchste Tugend.
Sahen uns als Entdecker,
standen vor einer neuen Welt.
Waren Schatzsucher,
auf der Suche nach uns selbst.
Aus Fremden wurden Freunde,
die Fremde zunehmend vertraut.
Ein taufrisches Wir,
aus Hoffnung erbaut.
Wir werden als Riesen geboren,
alles um uns herum ist klein und nichtig. Und die Kraft in unserem Inneren scheint so unergründlich, dass wir sie niemals infrage stellen würden.
Doch dann werden wir älter,
die Welt um uns herum größer und fremder
und wir selbst erscheinen uns klein und unbedeutend.
Wir schrumpfen zu Zwergen, die vergessen, dass sie jemals Riesen waren …
Aber so muss es nicht bleiben.
Nicht solange wir uns daran erinnern,
und die Kraft aufbringen, wir selbst zu sein.
Denn nur so können wir die Größe aufbringen, die Welt zu umarmen.
Mal war das Leben uns ein Freund,
mal erwies es sich als Lehrer.
Mancher Tage fühlten wir uns leicht.
An anderen wieder schwerer.
Die Äste waren grün,
die Natur noch jung,
kein Windstoß
verängstigte uns.
Doch dann ward es Herbst
und die Welt wurde kalt,
ein farbenfroher Aufschrei,
in vergänglicher Gestalt.
Ein fallendes Blatt,
irgendwo im Wald,
die Hoffnung stirbt zuletzt,
der Frühling kommt bald.
Hör auf dein Herz
Es wird dich leiten,
durch des Lebens Labyrinth.
Hoffnung bedeutet weiter zu schreiten,
auch wenn man nicht immer gewinnt.
Liebe wird mit Glück belohnt,
Reichtum ist nicht materiell.
Folge dem Weg, der dir innewohnt,
kein anderer scheint dir so hell.
Und führst du dabei auf ewig,
den Krieg entgegen der Welt,
beuge dich ihr nicht,
sondern falle als Held.
Auf all deinen Wegen
Entscheidend ist nicht,
ob du gewinnst oder verlierst,
sondern, was du siehst,
wenn du die Augen schließt.
Lasse nicht zu, dass
Irrlichter dich blenden.
In dir hat es begonnen
und in dir wird es enden.
Ein Sprung ins Ungewisse,
Gewissheit bringt das Leben.
Drum bleibe bei dir,
auf all deinen Wegen.
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ÜBER DEN AUTOR
Timo Schartner - Vollzeitträumer und Teilzeitphilosoph. Ein Phantom zwischen den Zeilen. Jede Geschichte beginnt und endet mit einem einfachen Schritt.
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