Jenseits von Hollywood

 

Jenseits von Hollywood fällt die Gage relativ mau aus. Auf der Suche nach der Rolle meines Lebens nahm ich so manche Ausschreibung in Kauf.
 
Der Plot war noch ungewiss, als die ersten Szenen mich auf die Bühne der Welt riefen. Ich schlüpfte in die Rolle des Sohnes, des Enkels und zuletzt des Kindes. Sie gefiel mir gut, und ohne es damals zu ahnen, war es eine meiner besten. Bunt und farbenfroh.
 
Dennoch konnte ich es dieser Tage nicht abwarten, in die Rolle des Erwachsenen zu schlüpfen. Bevor es so weit sein sollte, war ich Ritter, Pirat und Westernheld. Ein facettenreiches Repertoire an hollywoodreifen Charakteren, geboren in der unendlichen Fantasie einer Kinderseele, die mit der Verantwortung neuer Rollen immer weiter in den Hintergrund rückte.
 
Der Herbst der Jugendjahre lehrte mich, dass diese wechselhafter werden mussten, um zu bestehen – anpassungsfähiger. Auch die mir bekannten Rollen wandelten sich und verlangten auf einmal die unterschiedlichsten Dinge von mir.
 
 
Im Auf und Ab dieser Jahre war es nicht immer leicht, sich selbst treu zu bleiben. Das Leben ist nicht immer nur schwarz und weiß. Es ist bunt, wie die Vielfalt der Rollen, die es von uns verlangt.
 
In einer fand ich mich wieder.
Dieser einen, die mich niemals loslassen wird.
 
Sie wird nicht jedem gerecht,
aber mir noch am meisten.